Next Generation Mini Drivers!

Herzlich willkommen!



Hallo!
Ich bin Dominik (24) aus Poppenhausen im schönen Unterfranken. Nun bin ich zufällig das 50. Mitglied der Next Generation Mini Drivers. Warum eigentlich? Ich fahre einen Mini, genauer gesagt einen Mini SPI British Open Classic, den ich mir an einem nasskalten Dezemberabend im Jahr 2016 gekauft habe. Eigentlich wollte ich das gar nicht - meinen Eltern hatte ich schon versprochen, den Mini nur anzuschauen. Aber das ging nicht. Mein Kindheitstraum wollte einfach wahr werden.

Warnungen gab’s genug – besonders im Netz. „Keine Liebe ohne Leiden“ stand da.


Und ich bin trotzdem von meiner Studentenwohnung zum Berliner Ring in Würzburg gelaufen und habe ihn gekauft. Es fing an, als ich gerade mit den Kollegen aus der Sportredaktion, für die ich damals als freier Mitarbeiter arbeitete - in der Kantine saß. Der Mann der Verkäuferin rief mich zurück. Wir verabredeten uns, etwas später war es dann so weit. Schon als er in der Duplex-Garage stand, war’s um mich geschehen. Diesen Augen konnte ich nicht widerstehen. Auch im Innenhof, als ich den Kleinen auf Äußerlichkeiten untersuchte, wusste ich, was geschieht. Obwohl dieser Mini, der ja bekanntlich immer und überall rostet - mit Spraydosen-Lack heimgesucht worden war, fand ich nur eine Durchrostung. „Du kennst dich aber gut aus“, meinte die Verkäuferin erleichtert, „ich will das der Mini in gute Hände kommt. Ich hab ihn geliebt.“ 22 Jahre ist es her, da hatte sie ihn „vom Haas“ gekauft, der damals in Würzburg Mini- und Rover-Modelle unters Volk brachte und fast jeden Mangel der Briten in bestem Fränkisch mit „des is’ bei dere Audo immer so“ abwiegelte.
Jetzt musste sie ihn aber schweren Herzens abgeben, weil ihr Vater - der Mini-Beauftragte der Familie – nicht mehr Schrauben kann.


Und ich auch nicht. Vor meinem inneren Auge seh ich schon, wie mich mein Werkstattmeister verflucht. Am Morgen hatte ich ihn angerufen und darum gebeten, dass er das fast 24 Jahre alte Sondermodell mit beigem Leder und Faltdach unter die Lupe nimmt. Unter das Blech kann ich nicht gucken. An diesem Dezemberabend ist es nämlich schon stockdunkel und regnerisch, als ich mich mit dem Mann der Verkäuferin um 17 Uhr durch die Würzburger Innenstadt quäle. Servolenkung? Nö. Sechs Gänge? Vier reichen. Winterbereifung? Wie? Es ist kalt? Nun gut, sind ja nur 15 Kilometer. Mein Rücken schreit, als wir ankommen.

Der Meister strahlt: „Des is’ der beste Mini, den ich seit Langem g’seh’n hab“, sagt er in breitem Dialekt. Glückselig fahren wir wieder in die Innenstadt. Spätestens jetzt hätte sich jeder normale Mensch über Sitzheizung, starke Scheinwerfer und große Wischerblätter gefreut. Und ich: Ich will nur den Mini.

Tja, nun steht das grüne Monsterchen, das ich seit geraumer Zeit nur noch „Beanie“ nenne, bei mir - einem Sportredakteur. Warum? Die Frage will ich mir eigentlich gar nicht mehr stellen. Schließlich wollte mein Kindheitstraum einfach in Erfüllung gehen.