Next Generation Mini Drivers!

Herzlich willkommen!



Ein Moin an alle, die sich hier her verlaufen haben,
mein Name ist Hendric Schüttenberg, eigentlich kommt da noch ein Zweitname aber das interessiert ja niemanden, ich bin am 11.04.1996 in Delmenhorst geboren und wohne momentan aufgrund meines Studiums (Maschinenbau für Fahrzeugtechnik) in Braunschweig. Der Beginn meiner Infektion für Minis liegt schon ein paar Jährchen zurück. Genauer gesagt 26.05.1996 oder auch Pfingsten 1996 beim IMM 1996 in Rodenkirchen. Ich war zu dem Zeitpunkt etwa 6 Wochen. Mein Vater hat zu diesem Zeitpunkt noch einen 87er Austin Mini Mayfair Sport in Schwarz gefahren. Erst nachdem das Getriebe des Mayfair nach und nach Probleme machte, hat mein Dad eine Entscheidung getroffen. Ein neuer Mini musste her, und so kaufte er jenen gut bekannten 96er Rover Mini SPI in King Fisher Blue, der immer noch in unserem Besitz ist. Aber zurück zu mir, nachdem ich offiziell die Liebe zu Autos in jungen Jahren schon gefunden hatte, brachte mir meine Familie (Mein Dad und meine Onkel Sven und Jürgen) und ein Freund meines Vater Brian das Schrauben an jenen englischen Autos bei, die damals so gefahren wurden (Mini, Clubman, TVR).

So kam es oft genug vor, dass meine Mutter am Samstag bis mittags weder was von uns gehört, noch etwas gesehen hat. Wenigstens waren wir „Männer“ danach zumeist glücklich, außer es ist mal wieder was kaputt gegangen. Aber ich schweife mal wieder ab (ja das kann noch ein paar Mal passieren). Den Mini fuhr mein Dad lange Jahre als Winterauto, bis der rote Tod nach und nach seinen Tribut forderte und der Mini im Jahre 2009 in einen langen Schlaf versetzt werden musste. Soviel die Vorgeschichte zu jenem Mini, den ihr auf den Bildern hier sehen könnt, die Story geht später weiter.
Zurück zu meiner Person, im Jahre 2015 habe ich erfolgreich mein Abitur abgeschlossen und mich dann nach Braunschweig verirrt um mein Studium dort aufzunehmen.

Wir schreiben das Jahr 2012 „The Reawaken“

Nachdem mein Dad irgendwann meinte, dass der Mini fertig sein sollte, wenn ich 18 Jahre alt werde, hatten wir 2012 die Zeit im Nacken und entsprechend begannen wir im Oktober 2012 die Restauration. Da der Rost über die Jahre des Daseins als Winterauto seinen Tribut gezahlt hatte mussten einige Bleche erneuert werden. Aber zuerst musste der Mini erst einmal aus der Garage geschält werden. Somit sind wir zusammen mit Jürgen zur Garage gefahren. Erster Lichtblick für meinen Dad und mich war, dass nach 3 Jahren „schlafen“ der Mini sofort wieder ansprang, fahren war leider nicht möglich, es hatte den Kupplungsnehmerzylinder dahin gerafft.  Noch am gleichen Tag begannen wir mit der Zerlegung.

Nach der Zerlegung ging es für uns los mit der Reparatur und Wiederinstandsetzung aller technischen Komponenten. Somit bekam der Mini rundum neue Bremsen, einen neuen Kupplungsnehmerzylinder, neue Flüssigkeiten und neue Reifen, aber die neuen Reifen kamen nicht auf die bei jedem Minifahrer bekannten Minilites, sondern auf neue Felgen.

Nach der Zerlegung kam das Einschweißen der neuen Bleche, da wir zu diesem Zeitpunkt noch nie ein Scheißgerät in der Hand hatten, mussten wir das Schweißen in auswertige Hände geben. Nach knapp 4 Wochen hatten wir unser blaues Schätzchen wieder, ohne Löcher im Boden oder im A-Panel.

Der Lackierer stand auch bereits vor der Tür, für die es nicht wissen es gibt drei Farbtöne von King Fisher Blue, was das selbst lackieren als schwierig gestaltete.  Der Lackierer hat nach knapp 6 Wochen benötigt - ja ich weiß war eine lange Zeit, aber gegen einen guten Preis kann man nichts machen - wieder zu uns an die Halle.
Nicht mal eine Woche nachdem der Mini wieder da war, waren mein Dad und ich so hibbelig auf die neuen Felgen, dass wir kurzerhand die neuen Felgen angebaut hatten und waren uns somit sicher, die bleiben dran. Über einen langen Zeitraum fingen wir nun an alle Teile wieder anzubauen, Motorhaube, Kotflügelverbreiterung, Stoßstange, …

Als es darum ging einen neuen Unterbodenschutz aufzutragen, hatten mein Dad und ich etwas Inspirationshilfe auf der Oldtimermesse in Bremen. Dort war ein Aussteller mit Farbigen Unterbodenschutz und somit wurde der Unterboden des Minis blau.

Wir schreiben Mai 2014  „Reborn“

Nach weiteren etlichen Monaten voll von Arbeit und erneuten warten auf Teile waren wir endlich soweit, dass es Zeit wurde die Windschutzscheibe einbauen zulassen, unser letzter Schritt bevor der Mini endlich nach fast 5 Jahren wieder zum TÜV sollte.
Zu dem Zeitpunkt als der Mini TÜV bekam war ich in Slowenien auf der Youth European Archery Championship 2014. Ich hatte ein tolles Team und wir konnten uns den Titel als Europameister als Junioren Mannschaft sichern. Währenddessen bekam ich lediglich ein Bild von meiner Mutter mit dem Satz „Fertig“, der Mini hatte TÜV bekommen und ich wusste es würde nicht mehr lange dauern, bis ich endlich Mini fahren konnte.

Es war zu dem Zeitpunkt Mai 2014, der aufmerksame Leser wird nun feststellen, dass wir unseren Zeitplan nicht halten konnten und ich schon 18 Jahre zu dem Zeitpunkt war. Größtenteils war es meine Schuld, da ich als Leistungssportler sehr oft am Wochenende nicht daheim war und wir somit nicht am Mini arbeiten konnten.
Aber da stand er nun, auf der Bürgerweide in Bremen, dieses kleine türkis blaue Auto, welches meine Eltern extra mit zum Bahnhof gebracht hatten, wo sie mich abholten auf meiner Heimreise von Slowenien. Als Überraschung kam auch noch mein bester Freund Clemens vorbei und somit hatten wir zusammen unsere erste Fahrt im Mini.

Wir schreiben Juni 2014 „Das neue Design & The Birth of FERGUS“

Im Mai war der Mini noch komplett nackt, so wie ihn damals Rover geschaffen hatte, es fehlte der persönliche Touch den mein Vater einst dem Mini gegeben hatte mit einem ganz klein bisschen meiner Ideen.

Somit erhielt er die checkered Stripes und die Nummer 96 auf der Tür, die 96 auf der Tür stammte von mir, als die ganz besondere Verbindung zwischen mir und dem Mini, mein Geburtsjahr und das Baujahrs des Minis.
Aber eins fehlte uns noch als persönliche Note, der eigene Name. Da 2013 in den Kinos „Brave“ bzw „Merida“ in den Kinos lief und wir allein in GB dreimal den Film gesehen haben, man muss dazu sagen meine Eltern und ich sind alle drei Bogensportler, war uns ziemlich schnell klar welchen Namen der Mini in der Zukunft tragen sollte, der King Fisher Blue farbene 96er Rover Mini SPI sollte nun den Namen Fergus tragen. Dafür ließen wir extra in weiß den Namen plotten und klebten ihn an die Position, an der alle Mini-Sondermodelle ihren Aufkleber haben.

Wir schreiben August 2014 „IMM 2014 Kent“

Nach so vielen Jahren ohne Mini, war es mein persönlicher Wunsch in dem Jahr wo ich 18 werde am IMM teilzunehmen. Und gerade weil dieses IMM ein Jubiläum war und deshalb in England stattfand, war es mir so wichtig.
Ohne Probleme schüttelte unser Mini die Kilometer nach Kent aus dem Ärmel und ebenfalls die weiteren 3000km, die durch den Urlaub in Sommerset/GB noch dazu kamen.
Im Rahmen des IMM 2014 entstand dann das wohl bekannteste Bild von Fergus.

Wir schreiben August 2017 „Das nächste Projekt“

Nunmehr als 3 Jahre ist Fergus wieder fester Bestandteil der Familie und hat uns zu vielen Oldtimertreffen und auch weiteren IMMs begleitet. Doch die Arbeit wartet nicht, denn seit nun schon über 12 Jahren steht in einer Ecke der Halle die nächste Herausforderung, ein 79er Mini Clubman Estate in Old English White, der jetzt etwas Liebe benötigt.
Die Ziele sind gesetzt und vielleicht sieht man uns in ein paar Jahren dann mit zwei Minis zu Treffen fahren.

Doch das war es erstmal von meiner Seite und der Geschichte hinter meinem Mini und mir.

In Gedenken an meinen Onkel Jürgi († 26.07.2017)